Buchforst Konzeption

 

Ein interkultureller Kindergarten Der Bezug zu Mitmenschen, der Gesellschaft sowie zur Umwelt beginnt mit der Sprache. Für eine erfolgreiche Integration ist die Kenntnis der Sprache damit zwingend notwendig. Ohne sie entstehen Parallelwelten und –gesellschaften. Aus diesem Grund muss die Sprachförderung bereits vor der Einschulung des Kindes erfolgen.

In einer multikulturellen mehrschichtigen Gesellschaft genügt allein die
Kenntnis der Sprache aber nicht, um gelungene Integration
voranzutreiben. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe erfordern auf
beiden Seiten, der Mehrheitsgesellschaft und der
Minderheitsgesellschaft, kulturelle Offenheit.

Vielmehr bedarf es einer tiefgreifenden Kenntnis über die individuelle
Prägung durch das soziale Umfeld, die Gesellschaft, den
Migrationshintergrund, die Muttersprache und die Religion ist
unentbehrlich für die Erziehungstätigkeit mit Kindern mit
Migrationshintergrund.
Unsere Einrichtung gibt den Eltern daher die Möglichkeit, sich aktiv in die
Arbeit im Kindergarten zu involvieren. Hierfür bieten wir Beratungs- und
Informationsangebote in Form von Elternabenden, Bildung von
Arbeitsgemeinschaften, Lehrgänge zur Erziehung oder ähnliche
Aktivitäten an.

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind entscheidend für die geistige
Entwicklung und zukünftigen Bildungserfolg. Dass migrationstämmige
Kinder diesbezüglich Probleme haben, ist mittlerweile allseits bekannt.
Daher ist die frühkindliche Bildung gerade für diese Kinder von enormer
Bedeutung. Genau diesem Aspekt widmet sich die Idee des
interkulturellen Kindergartens.

Mehrsprachigkeit ist in der heutigen globalisierten Welt die Basis für Erfolg.
Durch unser bilinguales Konzept flankieren wir Kinder bei ihrer
Identitätsfindung. Dabei versuchen wir soweit wie möglich auch die
Muttersprachen von migrationssprachigen Kindern zu fördern. Zwei- oder
Mehrsprachigkeit stärken die Kinder in ihrer Entwicklung. Die
Beherrschung der deutschen Sprache als Grundlage ist hierfür
unverzichtbar.

Die ganzheitliche Förderung in allen Lebens- und Entwicklungsbereichen
des Kindes ist eines unserer wichtigsten Ziele. Die soziale Kompetenz, die
emotionale Stärke, die Neugier und die Experimentierfreudigkeit des
Kindes sind zentrale Themenbereiche, die wir unterstützen und fördern.
Motivation, Konzentration und Kreativität werden durch Spiel und
Bewegung, Singen, Zuhören und Sprechen, Basteln und Malen in
unserem Kindergartenalltag gefördert. Die Erziehung zur Selbstständigkeit
und das Erlernen alltagspraktischer Fähigkeiten und der deutschen
Sprache sind u.a. wichtige Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit.

Ein Kind entdeckt, erforscht und gestaltet seine Welt und die zu ihr
gehörenden Dinge durch eigenständige Tätigkeiten mit allen Sinnen
vom ersten Atemzug an. Ein aktives Kind bildet sich immer, es macht sich
selbst ein Bild von seiner Welt und tut dies aus eigenem Antrieb. Kinder
wollen lernen und sie wollen in dieser Welt etwas Bedeutsames leisten.
Die Kinder sollen in begleiteten und freien Räumen für Spiel, Bildung und
Beschäftigung ihre individuellen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten
entwickeln und die eigenen kreativen Möglichkeiten entdecken können.
Wir versuchen in kreativer Weise, Mittel und Materialien in unserer Arbeit einzubeziehen, die in den normalen Kreisläufen der Natur oder unserer
Alltagswelt vorhanden sind.

Desweiteren widmen wir uns mit ganzem engagement der
Vorschularbeit. Es umfasst die gesamte Kindergartenzeit vom dritten
Lebensjahr an und beinhaltet die Erziehung auf einer breiten Ebene:
Sozialverhalten, Selbstständigkeit Umwelterziehung, Grob- und
Feinmotorik, Sachvermittlung im kognitiven Bereich etc. Jedoch werden
die 5-6 jährigen in Kleingruppen altersspezifisch besonders gefördert,
wobei wir uns an dem aktuellen Rahmenplan für Vorschulerziehung
orientieren. Ziel ist dabei nicht die Wissensvermittlung, (wir wollen die
Kinder nicht im ABC und im Rechnen “unterrichten”), sondern die
ganzzeitliche Förderung.

1. Vereinsphilosophie

Unser Verein hat sich den neuesten Bildungs- und Erziehungszielen des Landes NRW verschrieben. Unsere Tätigkeit richtet sich nach diesen Standards. Alle Kinder die unsere Einrichtungen besuchen, sollen am Ende der Kindergartenzeit zumindest Ansätze eines selbstbewussten Charakters entwickelt haben sowie über ihre persönlichen Fähigkeiten und über ihre Möglichkeiten zur weiteren Entwicklung Kenntnis haben. a. Entwicklung der individuellen Wahrnehmung Die Kinder, die unsere Einrichtungen besuchen, sollen lernen, Selbstbewusstsein zu entwickeln, in ihre Fähigkeiten zu vertrauen, und Eigenverantwortlichkeit zu entwickeln und unabhängig sowie eigeninitiativ zu handeln. Wir möchten dazu beitragen, dass Kinder zu unabhängigen freien Denkern erzogen werden. Dabei werden wir unterstützend dazu beitragen, dass die Kinder eine bewusste eigene Indentität entwickeln. Unser Ziel ist es, Selbständigkeit zu vermitteln und den Kindern Tradition und Werte bewusst zu machen, gleichzeitig aber auch Innovation und Offenheit gegenüber anderen Kulturen zu fördern. Die Kinder sollen ihre emotionalen Fähigkeiten und ihre emotionale Intelligenz herausbilden. Sie sollen Grenzsituationen bewältigen und sich durch die bewusste Anwendung der Sprache mitteilen und ausdrücken können.

b. Entwicklung von Sozialkompetenz Eine gesunde Sozialkompetenz bedeutet Beziehungen mit der Umwelt aufzunehmen und so zu gestalten, dass sie von gegenseitiger Toleranz und Wertschätzung geprägt sind. Soziale und gesellschaftliche Sachverhalte sollen in diesem Kontext erfasst und verantwortungsbewusst wahrgenommen werden. Verantwortungsbewusst handeln und unterschiedliche Interessen wahrnehmen zu können, ist dabei von erheblicher Relevanz. Wir erziehen die Kinder deshalb in unseren Einrichtungen zur Rücksichtnahme und zur Eigenverantwortung. Hierbei vermitteln wir Empathie und Teamfähigkeit im Rahmen eines interkulturellen und internationalen Verständnisses. Das Erlernen von Kritikfähigkeit und gesunder Selbstreflektion ist für uns sehr wichtig. Die Kinder sollen Entscheidungsfähigkeit entwickeln.

c. Entwicklung von Sachkompetenz Sachkompetenz entwickeln heißt, Lebensbereiche zu erschließen, theoretisches und praktisches Wissen anzuwenden, dabei sich neue Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen und die Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln. Wir beabsichtigen hierfür, die Kreativität und Fantasie der Kinder durch unsere Aktivitäten im Kindergarten zu fördern. Wir werden zudem auf vielfältige Sprachkenntnis und Ausdrucksformen wert legen. In einem verhältnismäßigem Rahmen werden wir Kenntnisse über Geschichte, Geographie und globale Zusammenhänge vermitteln. Weiterhin soll das Interesse an Büchern und dem Lesen geweckt werden.

d. Entwicklung der lernmethodischen Kompetenz Entwicklung der lernmethodischen Kompetenz bedeutet ein Grundverständnis über die Art und Weise des Lernens zu entwickeln. In diesem Kontext soll sich die Fähigkeit herausbilden, sich selbständig Wissen und Können anzueignen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Dabei ist von Relevanz, dass die Bereitschaft zu lernen gefördert wird. Wir werden den Kindern Geduld und Ausdauer und Wege zur individuellen Weiterbildung näher bringen. Visionelles Denken und Vorhaben systematisch planen zu können, muß Kindern so früh wie möglich in Ansätzen vermittelt werden. Diesem Ziel haben wir uns gewidmet.

2. Bilingualität

In unserer Einrichtung werden wir zu einem großen Teil migrationsstämmige Kinder betreuen. Da diese Kinder im Tagesablauf in ihrer Muttersprache sprechen, legen unsere Erzieher und Erzieherinnen sehr großen Wert auf die deutsche Sprache. Kommunikation bestimmt das menschliche Handeln. Durch Sprechen und Sprache stellen wir Beziehungen zu unserer Umwelt und zu unseren Mitmenschen her. Eine Sprache zu erlernen, bedeutet nicht einfach, neue Wörter und Satzstrukturen zu lernen, sondern auch eine neue kulturellen Eindruck zu erhalten. An zwei Nachmittagen in der Woche werden zusätzliche Kurse in der Zweitsprache angeboten. Bei uns werden die Kinder spielerisch und musikalisch an die deutsche Sprache (Zweitsprache) herangeführt und die Kenntnisse in der Muttersprache stabilisiert durch z.B.: • Alltagshandlungen sprachlich begleiten • Wahrnehmungsübungen • Morgenkreis, Erzählkreis • Lieder, Reime, Gedichte, Kreis- und Rollenspiele etc. • Vorlesekreis in Kleingruppen • Bilderbücher beschreiben und beschreiben lassen • Geschichten und Hörspielkassetten nacherzählen • Tänze • Gesellschaftspiele • Fingerspiele • Bewegungsspiele • Theaterspiele • Kino und Theater u.v.m.

3. Planung, Gestaltung sowie Realisierung von Projekten

Im Laufe eines Jahres werden verschiedene Projekte entwickelt und angeboten. Die Erzieher/innen und die Kinder werden sich über einen längeren Zeitraum intensiv, zielgerichtet mit einem Thema aus der Lebensrealität der Kinder auseinander setzen. Dabei werden vielfältige Aktivitäten durchgeführt werden. Dadurch sollen die Kinder an unbekannte Kulturen vorsichtig herangeführt werden. Bezweckt ist die Förderung von gegenseitiger Toleranz und Verständigung. Konkret werden Ausflüge unternommen (Museumsbesuche, Sealife, Zoo, Feurwehr, ..) , kulturelle Einrichtungen besucht und Veranstaltungen durchgeführt (Somerfest, Weihnachtsmarkt…), bei denen Lieder, Bücher und viele anderen kulturelle Aspekte den Kinder näher gebracht werden.

4. Regelmäßige und gezielte Beobachtung

Die Kinder werden kontinuierlich in unseren Einrichtungen gezielt beobachtet. Dies gehört zu den wichtigsten Handwerkszeug unserer Erzieher und Erzieherinnen. Dabei werden diese konkreten Beobachtungen dokumentiert. Die Ergebnisse dieser Dokumentationen werden wir nutzen, um jedes Kind individuell zu fördern. Hierdurch werden die Kinder effektiv in ihren Bildungsprozessen unterstützt. Die Beobachtungen finden nicht nur in der Einrichtung statt. Im Laufe der Jahre in denen die Kinder unsere Einrichtung besuchen, wird für jedes einzelne Kind ein Sprachlerntagebuch geführt und individuelle Fähigkeiten dokumentiert und das Kind seinem Entwicklungstand entsprechend gefördert. Ferner werden den Eltern kontinuierliche individuelle Entwicklungsgespräche angeboten.

5. Sprachliche Bildungsprozesse

Die deutsche Sprache ist der Hauptbestandteil unseres pädagogischen Alltags. Unsere Mitarbeiter sind Sprachvorbilder und Garanten dafür, dass die deutsche Sprache von allen Kindern im Kindergartenalltag genutzt wird und bildungsfähige Kinder gefördert werden. Darüber hinaus ist es uns ein zentrales Anliegen, mangelnde Kenntnisse in Sprachförderkursen aufzubessern. Je nach Bedarf wird dies an zwei Nachmittagen in der Woche in verschiedenen Sprachen angeboten (deutsch, türkisch und oder eine weitere). Didaktische Utensilien (Bücher, CDs, etc.) sind in unseren Einrichtungen ausreichend in mehreren Sprachen vorhanden. Mindestens einmal täglich werden Vorlesungen angeboten. Die Kinder werden angeleitet Spiele zu spielen, in denen Sprache eine zentrale Rolle einnimmt. Tägliche Morgen- bzw.- Gesprächkreise in denen Lieder, Reime, Bewegungsspiele, Fingerspiele u.a. auch Gesellschaftsspiele, Kimspiele die Spracherwerbsprozesse spielerisch unterstützen und in denen Kinder ihre Themen besprechen können bieten wir hierfür an. Wir schaffen konkrete Möglichkeiten, die spielerisches Erkunden von fremden Kulturen ermöglichen. Hierfür existieren unterschiedliche Angebote, wie z.B. Basteln von Spielzeugen aus verschiedenen Kulturen und Ländern. Wichtige Städte anderer Länder und ihre kulturellen Besonderheiten werden wir auf kindgerechte Art und Weise vermitteln. Der Kindergarten soll die Interkulturalität der Kinder wiedergeben. Dies bedeutet, dass Aushänge in beiden Sprachen gemacht werden. Diesbezüglich können die Kinder kulturspezifische Gegenstände mitbringen.

6. Bildungsbereiche

a. Körper und Bewegung Jede Wahrnehmung über den Körper und die dazugehörigen Deutungen sind die Quelle der konkreten Lebenserfahrungen des Kindes und bestimmen sein persönliches Wachstum und die Persönlichkeit. Lernen mit allen Sinnen ist unser Credo. Insbesondere durch die Bewegung lernen Kinder am schnellsten und effektivsten, mit Spaß und Freude. Dazu bieten wir unseren Kindern Turnen in der Einrichtung und Ausflüge zu Abenteuerspielplätzen/Spielplätzen an,

b. Bildnerische Gestaltung
Wir wollen der Kreativität/Phantasie unserer Kinder keine Grenzen setzen, sondern sie mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln und Materialien unterstützen. In unserer Einrichtung wird ein Bereich für den Umgang mit Farben und anderen Gestaltungsmaterialien eingerichtet. Zur Verfügung stehen Papier und Farben aller Art: Wasserfarben, Ölfarben, Pigmentfarben, sowie Ton, Knete (jedes Kind bekommt seinen eigenen), Wachs, Staffeleien, Spiegel, Glitzersteinchen, Perlen und Federn. Im Tagesablauf werden Zeiten für Gestaltungsprozesse fest eingeplant. Die Teilnahme ist freiwillig und richtet sich nach den aktuellen Bedürfnissen, Wünschen und Vorlieben der Kinder. Die Werke der Kinder sollen u.a. im Eingangsbereich ausgestellt werden. Im Verlauf eines Jahres werden Kenntnisse über unterschiedliche Künstler (Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Claude Monet u.a) vermittelt.

c. Musik Musik fördert die kindliche Intelligenz und die innere Ausgeglichenheit. Singen und musizieren mit Instrumenten, das Spiel mit der eigenen Stimme, das Ausprobieren verschiedener Rhythmen, Hörerfahrungen, Erlernen von Liedern und die eigene, selbstständige musische Betätigung werden bei uns im Kindergartenalltag mit gezielten Aktivitäten vermittelt und gefördert. Singen und Musizieren wirken sich positiv auf die Sprachentwicklung aus. Wir beabsichtigen hierdurch Selbstvertrauen, Kreativität, Taktgefühl, Konzentration, Teamfähigkeit, Ausdauer, soziale Kompetenz und die Ich Kompetenzen zu stärken. Angeboten werden im einzelnen das Erlernen der Grundkenntnisse von Musikinstrumenten (z.B. Trommel, Rassel; Glockenspiele, Xylophone, Glöckchen).

d. Vermittlung von mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen Die Grundlagen für analytisches und mathematisches Denken werden in den ersten Lebensjahren entwickelt. Mathematisches Grundwissen lässt sich nicht losgelöst vom Alltagsgeschehen und den individuellen Fragen des Kindes vermitteln. Mit Forschungs- und Experimentierangeboten ermöglichen wir unseren Kindern die ersten Erfahrungen mit Zeit und Raum zu sammeln. Sie haben jederzeit die Gelegenheit sich mit mathematischen Abläufen auseinander zu setzen, wie z.B. Messen, Schätzen, Ordnen und Vergleichen. Gefördert werden insbesondere Grundkenntnisse in Mathematik, Zahlen und Mengenverständnis, Feinmotorik, eigenständiges Arbeiten, Einhalten von Regeln, Selbstvertrauen, sowie Erweiterung des Wortschatzes in beiden Sprachen. Hierfür haben wir in unseren Einrichtungen ausreichend vorrätig: Waagen, Messplatten für Körpergröße, Lineale, Maßbänder, Puzzle mit Zahlen, Würfel, Zahlenspiele, Bücher mit Zahlen, Uhren, Messbehälter. Außerdem werden Lieder und Bewegungsspiele mit Zahlen und geometrischen Formen gesungen und gespielt werden.

7. Sexualerziehung

Schon in der frühen Kindheit entwickelt sich die Sexualität. Mit zunehmenden Alter entdeckt das Kind immer intensiver seinen eigenen Körper und interessiert sich mehr und mehr für das andere Geschlecht. Es erforscht dieses u. a. in Doktorspielen oder Vater- Mutter- Kind- Spielen. Die Fragen darüber wird die Erzieherin mit der nötigen Sensibilität behandeln, d.h. zwar aufklärend, aber immer auf den jeweiligen Entwicklungsstand ausgerichtet und die familiären Moralvorstellungen berücksichtigend. Wir respektieren auch das individuelle Schamgefühl eines jeden Menschen, besonders im Umgang mit Kindern aus anderen Kulturen und deren Moralvorstellungen.

8. Öffnungszeiten

Die Kindertagestätte ist von Montag bis Freitag von 7:30 bis 16:30 geöffnet. Anschließend findet unsere wöchentliche Teamsitzung statt. Die Kinder sollen aus pädagogischen Gründen bis spätestens um 9:00 in den Gruppen anwesend sein. Unsere Sommerschließzeit ist während der Schulferien.

9. Tagesablauf

Unser Tagesablauf ist abhängig von verschiedenen Kriterien wie Interessen der Kinder, den geplanten Aktivitäten, dem Wetter usw.. Dennoch haben wir, bei aller Flexibilität, einen festen Rahmen, der dem Tag Struktur verleiht und den Kindern, besonders den jüngeren, Halt und Geborgenheit vermittelt. Von 7:30 bis 8:30 versammeln sich alle Kinder, die gemeinsam frühstücken wollen im Gemeinschaftsraum. Von 8:30 bis 9:00 gibt es Frühstück. Kinder die während der Frühstückszeit kommen werden von einer Erzieherin in einem Gruppenraum betreut. Um 9:00 sollten alle Kinder anwesend sein. Ab 9:15 geht jede Erzieherin mit ihrer Gruppe in ihren Gruppenraum. Dort findet unser täglicher Morgenkreis statt, in dem zum einen noch mal alle Kinder gemeinsam begrüßt werden und aktuelles wie z.B. Wochentage, Datum, Jahreszeit und Anwesenheit mit den Kinder besprochen werden. Anschließend finden unsere themen- und altersspezifisch gezielten pädagogischen Aktivitäten statt. Weiterhin gibt es zusätzlichen gruppenübergreifenden Deutschförderunterricht für die Vorschulkinder von 9:30 bis 10:15. Danach ist Freispielzeit oder es entwickeln sich je nach Bedürfnis und Wunsch der Kinder spontane Aktivitäten. Von 12:00 bis 12:30 gibt es Mittagessen, wobei wir bei Unternehmungen o.ä. flexibel sind. Dieses wird frisch von der hauseigenen Küche zubereitet. Dabei berücksichtigen wir die religiösen und kulturellen Besonderheiten der Kinder. Anschließend beginnt die Zeit des Mittagsschlafes bzw. der Mittagsruhe. Zwei mal pro Woche finden am Nachmittag in einer altershomogenen Gruppe Angebote in Deutsch, Türkisch oder gegbenenfalls anderen Sprache statt.

10. Eingewöhnung

Bei der Eingewöhnung der Kinder arbeiten wir nach dem Modell “Infans”.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Eingewöhnung ist die Bereitschaft der Eltern, die Ablösung ihrer Kinder zuzulassen und zu unterstützen. Nachdem mit der Kindergartenleitung die Formalitäten für die Aufnahme des Kindes in unserer Einrichtung erledigt sind, wird ein Termin mit der Gruppenerzieherin vereinbart. Der erste Kontakt mit den Eltern und dem Kind ist in der Regel ein Gespräch, das einige Tage vor der Aufnahme in dem Kindergarten mit der zukünftigen Gruppenerzieherin stattfinden sollte. In diesem Gespräch erläutern wir den Eltern die Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit, informieren über den organisatorischen Ablauf des Kindergartenalltages, die Eingewöhnungszeit und gehen auf individuelle Fragen und Besonderheiten ein. Wichtig ist, dass die Eingewöhnung prinzipiell von einer Erzieherin vorgenommen wird, welche sich in der Anfangsphase vorrangig mit dem Kind beschäftigt. Der erste Schritt beginnt damit, dass die Kinder in den ersten drei Tagen gemeinsam mit einer ihnen vertrauten Person (Vater oder Mutter) den Kindergarten für ungefähr eine Stunde besuchen. Nach etwa drei Tagen verlässt die Bindungsperson für maximal 30 Minuten die Einrichtung bzw. die Gruppe, bleibt aber in unmittelbarer Nähe des Kindergartens. In den nächsten zwei Wochen nimmt die Anwesenheit der Eltern langsam ab und der Aufenthalt der Kinder nimmt langsam zu. In der Regel endet die Eingewöhnungszeit in ca. vier Wochen, und die Eingewöhnung des Kindes ist dann grundsätzlich abgeschlossen.

11. Altersmischung

Die Altersspanne der Kinder unserer Einrichtung liegt zwischen 6 Monaten und 6 Jahren. Den Kindern bieten sich in gemischten Gruppen bessere Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten. Der Kindergartenalltag ist familienähnlicher. Die Altersmischung soll ihnen in Ergänzung und Erweiterung der Familienerziehung die Gelegenheit geben, soziale Verhaltensweisen zu erfahren, zu erproben und zu leben. Außerdem lernen Kinder im unterschiedlichen Alter und mit unterschiedlichen Fähigkeiten wechselseitig voneinander. Für die jüngeren Kinder bedeutet dies, dass sie durch Nachahmung sehr schnell lernen, begreifen und selbständig werden. Andersrum lernen die älteren Kinder im Umgang mit den jüngeren Hilfsbereitschaft, Nachsicht und Rücksichtsnahme. Somit steht für die älteren Kinder der soziale Aspekt im Vordergrund. Der in altershomogenen Gruppen herrschende Konkurrenzdruck entfällt weitgehend. Durch die halboffene Gruppenarbeit haben die Kinder mehr Möglichkeiten in der Wahl ihrer Spielpartner. Es finden sich so auch mehr Gleichaltrige zum gemeinsamen Spiel. Auch ist durch diese Art der Gruppenzusammensetzung die Möglichkeit gegeben, dass die Kinder lange Zeit die gleiche Bezugsperson haben, da kein Übergang nötig ist und auch längerfristige Freundschaften unter den Kindern möglich sind. Je nach Situation finden sich Angebote in Kleingruppen oder mit der gesamten Gruppe, gruppenübergreifend, altershomogen oder altersgemischt statt. Alle Altersgruppen sollen individuell angesprochen werden und alle Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert werden. Die Altersmischung erhöht zudem das individuelle Entwicklungstempo. Das einzelne Kind wird in seinem aktuellen Entwicklungsstand und unterschiedlicher Persönlichkeit akzeptiert.

12. Rolle der Leitung

Die Leitung trägt die betriebliche Verantwortung der Kindertagesstätte sowohl im personellen als auch im pädagogischen und organisatorischen Bereich. Sie soll das Kindergartengeschehen koordinieren und die Zusammenarbeit und den gedanklichen Austausch unter den Mitarbeitern fördern. In der Teamsitzung gibt sie allgemeine Informationen weiter und schafft so Transparenz im Tagesablauf. Die Leitung soll in Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen dafür sorgen, dass die Betreuung der Kinder, das pädagogische Konzept und die pädagogischen Ziele umgesetzt werden. Außerdem muss sie einen Überblick über alle wichtigen Vorgänge in der Einrichtung bekommen.

13. Die Rolle der Erzieherinnen und Erzieher

Neben den pflegerischen und pädagogischen Abgeboten liegt der wichtigste Teil der Arbeit in der Aufnahme von Beziehungen zu den Kindern und der sich daraus ergebenden gezielten pädagogischen Förderung. Elternarbeit und soziales Umfeld sind ebenso in die tägliche Arbeit miteinzubeziehen wie die Auseinandersetzung über pädagogische Inhalte im Team. Wir nutzen unsere eigenen Fähigkeiten, Charakterzüge und Eigenheiten für die Arbeit. Wir als Bezugspersonen geben den Kindern Nähe und Geborgenheit. Wir arbeiten nach dem Grundsatz, den Kindern soviel Bestätigung wie möglich und soviel Kritik wie nötig zu geben. Ob wir wollen oder nicht, wir sind für die Kinder mit unsren positiven und negativen Seiten Vorbilder. Deshalb achten wir darauf, dass wir die Regeln, welche in der Gruppe gelten, selbst einhalten.

14. Enge Zusammenarbeit mit den Eltern

In der Praxis ist die Zusammenarbeit mit den Eltern von enormer Relevanz. Wenn eine effektive und gelungene Erziehung erfolgen soll, dann müssen Partnerschaften zwischen unserem Personal und den Eltern entstehen. Wir wollen einen konstruktiven Dialog etablieren. Für das Wohl der Kinder sollten die zwei wesentlichen Erziehungsinstanzen, für Kinder im Kindergartenalter, nämlich Eltern und Erzieher/innen, an einem Strang ziehen. Damit sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickeln kann, bedarf es zunächst eines gegenseitigen Kennenlernens. Hierdurch soll eine Vertrauensbasis geschaffen werden. Auch die Mitwirkung und Mitarbeit der Eltern im Tagesablauf des Kindergartens lässt Eltern und Erzieher/innen zu Partnern werden. Eltern werden bei uns mit all ihren Kompetenzen und dem Wissen um das eigene Kind geschätzt. In unserer Einrichtung werden regelmäßige Elternabende, regelmäßige Entwicklungsgespräche sowie eine generelle Gesprächsbereitschaft angeboten. Das Elternengagement soll sich insbesondere bei Festen und anderen Aktivitäten wie z.B. „Elterncafes“, Seminaren zur Erziehung sowie Freizeitgestaltungen manifestieren.

15. Einschulung
Unsere Einrichtungen sind so konzipiert, dass die Kinder uns mit allen notwendigen Fähigkeiten verlassen, um sozial, akademisch und mit neuer Motivation in den Schulalltag zu starten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Zusammenarbeit zwischen Schule und Kindergarten essentiell. Die Ängste der Kinder vor der Einschulung zu nehmen, ist eines unserer erklärten Ziele. Hierzu werden wir mehrere Ausflüge zu unterschiedlichen Schulen, mit Führungen und Hospitationen durchführen. Außerdem werden anschließend Reflektionsgespräche stattfinden.